Worum es bei dubistblind.de geht

Diese Website dient mir als Möglichkeit, kreativ sein zu können, irgendwo zwischen Selbsthilfe und Selbstdarstellung, schwarzem Humor und Spielerei, Mimimi und Minimanie, Privatprojekt und Community.

Wer mich nicht näher kennt, sieht in mir oft nur einen „Blinden“, nicht aber den Menschen oder Mann. Um das zu ändern, habe ich aufgeschrieben, wer ich auch noch bin, worüber ich lache, was ich mag, was ich mal gemacht habe und was ich gerne noch mal machen würde. Mehr…
— Per Busch

Du bist blind, wenn…

Ich lese im Web immer wieder Beiträge von blinden Menschen, die ihre Erfahrungen mit wenigen Worten witzig auf den Punkt bringen. Ich finde es faszinierend und hilfreich zu wissen, dass andere überall auf der Welt Ähnliches erleben und oft über die gleichen Dinge lachen oder von ihnen genervt sind und dass, obwohl wir ansonsten doch alle sehr unterschiedlich sind. Ich habe versucht, diese typischen Begleiterscheinungen der Blindheit verallgemeinert und zugespitzt in einzelnen Sätzen zu verdichten.

Über Vorteile, Sehende, Typisches, Anekdoten, Blindenführhunde und Partnerschaftstauglichkeit, ergänzt mit Zitaten und amüsanten Tweets blinder Twitterautoren, Blindenwitzen, englischsprachigen Blind Jokes und Bildbeschreibungen behinderter Cartoons.

Blind im Wald

Nachdem ich 1993 erblindete, war mein größter Traum, mich wieder alleine und unabhängig in der Natur bewegen zu können. 2011 wurde dieser Traum wahr. Das hat meine Lebensqualität enorm verbessert! Warum ich den Wald liebe, wie ich dort alleine blind wandern kann, was ich dabei erlebe, welche Herausforderungen es gibt und was mich besonders interessiert, einschließlich vieler weiterführender Links. Mehr…

Harleswald.De ist meine Website rund um den Harleshäuser Habichtswald in Kassel

„Meine Blindheit macht mich nicht traurig, sehende Mitmenschen manchmal schon.“

Während der Entstehung von dubistblind.de fiel mir neben dieser Doppeldeutigkeit auf, dass sehr viele Probleme blinder Menschen sozialer Art sind und auch mit der Urangst Sehender vor der Dunkelheit zu tun haben.

In einer representativen Umfrage gaben 80% der Sehenden an, Mitleid mit Blinden zu haben. 74% glaubten nicht, dass sie noch glücklich sein könnten, wenn sie blind wären. 53% fühlen sich in der Nähe blinder Menschen unbehaglich. 46% konnten sich kein schlimmeres Schicksal vorstellen, als blind zu sein.

Es gibt natürlich viele Menschen, die anders fühlen & denken. Die Zahlen erklären jedoch genau das, was ich und die meisten anderen Blinden, wohl überhaupt Menschen mit einer Behinderung, täglich erleben. Man kann sie aber auch andersrum interpretieren:

Ich mag die 54% der Sehenden, die sich Schlimmeres als Blindheit vorstellen können und die, die mir ohne Unsicherheit, Ängste und übertriebene Fürsorge begegnen. Unwissenheit, fehlende Erfahrung und Mitgefühl mit Blinden sind ganz normal, offen gezeigtes Mitleid muss aber wirklich nicht sein.

Für mich ist es ein Trost, dass viele andere überall auf der Welt täglich das Gleiche erleben und dass das emotionsgesteuerte Verhalten vieler sehender Menschen ganz normal ist und es Gründe dafür gibt. Man kann es leider kaum ändern, aber wenigstens verstehen. Dann tut es weniger weh und kann einen nicht mehr so leicht verletzen.

Ich habe die Studie zur Umfrage übersetzt, stark bearbeitet zusammengefasst und mit einigen Links ergänzt. Wer sich traut, findet hier mehr…

„Warum kommen Blinde nicht in die Hölle? Weil der Teufel Angst hat, dass sie ihm auf den Schwanz treten.“

Beschreibung des Banners

Weil die armen Sehenden auch immer noch was zum angucken brauchen, haben nette Menschen mir geholfen, meine Idee eines Logos für das Banner sichtbar zu machen. Links sieht man 3 schwarze, im Dreieck angeordnete Smileys auf gelbem Grund, die wie die 3 schwarzen Punkte des klassischen Blindenzeichens wirken sollen. Diese sehr einfachen Smileys zeigen die Emotionen Freude, Traurigkeit und Überraschung, die zu den Inhalten von #Dubistblind passen. :) :( :O Rechts neben dem Titel sieht man außerdem 2 stilisierte blinde Personen mit Stock, deren Führhunde Nase an Nase stehen und sich beschnuppern.