Selbsthilfe und Humor

Diese Seite entstand in Vorbereitung auf die Mitmachtagung von Bifos zum Thema „Gestern, Heute, Morgen – Die Behindertenrechtsbewegung im Dialog“ am 16. und 17. Mai 2025 in Kassel.

Fragen und Antworten auf dieser Seite

Warum sind Behindertenthemen nicht sexy? Wie kann man das ändern? Warum ist Humor wichtig? Wie kann man mit künstlicher Intelligenz Bilder produzieren? Was sind typische Vorurteile gegenüber behinderten Menschen? Warum bleibt Protest oft erfolglos? Wie können Behindertenthemen auf sympathische Weise ins Gespräch gebracht und Anliegen der Selbsthilfe humorvoll und wirksam vertreten werden? Warum muss Selbsthilfe auch mal frech sein? Was könnte dagegen sprechen? Wie funktioniert Guerilla-Marketing?

Welche Vorurteile gibt es gegenüber behinderten Menschen?

Antwort einer KI: „Behinderte werden oft als aggressiv, wütend, motzig, nörgelnd, beleidigt, fordernd, anklagend, rechthaberisch, neidisch, misstrauisch, anstrengend, schwierig, egoistisch, unzufrieden, überempfindlich, undankbar, verbittert, unbequem, jammernd, weinerlich, unselbstständig, hilflos, traurig und bedauernswert wahrgenommen.“

Ein Ziel moderner Behindertenselbsthilfe ist, solche Vorurteile aufzudecken, zu hinterfragen und ihnen etwas Authentisches, Selbstbewusstes und Vielfältiges entgegenzusetzen. Humorvolle und überraschende Kommunikationsformen helfen, Menschen zu erreichen, die sonst einfach wegsehen. Mit Ironie und Satire können unangenehme Themen lockerer angegangen und Berührungsängste reduziert werden. Humor sollte aber nicht verletzend sein, sondern zum Denken anregen und Menschen verbinden statt spalten.

Grundsätzliche Thesen zu Humor und Aktivismus

  1. Humor als Türöffner – Ironie wirkt oft stärker als Mitleid, Empörung oder Protest.
  2. Realität überziehen – Satire bleibt im Kopf.
  3. Empathie statt Betroffenheit – lieber zum Lachen bringen oder schockieren als runterziehen.
  4. Sichtbarkeit erzeugen – ob online oder offline: was irritiert, bleibt hängen.
  5. Ungewöhnliche Bildsprache – Überraschendes zeigen, das Menschen als Bild oder Video auf Social Media posten wollen.

Mit Worten und künstlicher Intelligenz Bilder erzeugen

Mit KI können kreative Ideen schnell und unkompliziert visualisiert werden. Man benötigt weder Grafiksoftware noch künstlerisches Talent, da die Bilder auf Knopfdruck entstehen. Zudem sind sie sofort verfügbar, kostenlos und können exakt an individuelle Vorstellungen angepasst werden.

Um mit einer KI wie Chat GPT Bilder zu erzeugen, beschreibt man möglichst genau, was man sehen möchte. Man benennt zuerst den gewünschten Stil, beispielsweise Cartoon, Comic, Bleistiftzeichnung, fotorealistisch oder Ölmalerei. Dann folgt die Beschreibung des Motivs: Wer oder was ist zu sehen, in welcher Umgebung, mit welcher Stimmung? Je mehr Details man schriftlich hinzufügt – etwa zu Farben, Perspektive, Hintergrund oder Lichtverhältnissen –, desto genauer wird das Ergebnis. Die Bilder können immer wieder geändert und in unterschiedlichen Varianten produziert werden.

Beispiele:
Ein fotorealistisches Bild eines Politikers oder Prominenten im Rollstuhl, der vor einer Treppe steht und wütend guckt.
Ein Cartoon, der Menschen zeigt, die sich erschrocken und schweigend an die Wand drücken, als eine blinde Frau mit weißem Langstock die Szene betritt.

Um KI-generierte Bilder in der Selbsthilfe wirkungsvoll einzusetzen, sollte man zunächst eine Sammlung relevanter Themen zusammenstellen, die visualisiert werden sollen. Beispielsweise typische Probleme im Werkstättensystem, verbreitete Vorurteile gegenüber unterschiedlichen Behinderungen, Altersdiskriminierung, behindertenpolitische Dauerbrenner sowie bauliche, digitale und soziale Barrieren. Im nächsten Schritt gilt es dann zu überlegen, wie sich diese Themen besonders anschaulich, pointiert und visuell ansprechend darstellen lassen – und wie sie durch passende Textelemente sinnvoll ergänzt werden können.

Mögliche Inspirationsquellen für Inhalte KI-generierter Bilder

„Bitte etwas ernster und trauriger, Sie sind doch schließlich behindert“, sagt der nicht-behinderte Fotograf zu der Gruppe gutgelaunter Menschen mit den unterschiedlichsten Beeinträchtigungen. (Beschreibung eines Cartoons von Phil Hubbe)

Beispiele zur Nutzung von künstlicher Intelligenz in der Behinderten-Selbsthilfe

Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, Ideen und Argumente zu entwickeln und sich inspirieren zu lassen. Im Folgenden finden sich spontan generierte Antworten einer KI auf meine Fragen zu Themen rund um Behinderung, Aktivismus und Selbsthilfe. In einigen Fällen habe ich einzelne Passagen gelöscht oder leicht überarbeitet, gelegentlich auch eigene Gedanken und Formulierungen hinzugefügt.

Warum sind Behindertenthemen nicht sexy?

Das ist eine provokante, aber wichtige Fragestellung. Sie beleuchtet, warum Inklusion, Barrierefreiheit und die Lebensrealität behinderter Menschen oft aus dem öffentlichen Interesse gedrängt werden. Hier sind verschiedene Ideen und Perspektiven dazu:

  1. Gesellschaftliche Tabuisierung von Behinderung
    Behinderung wird oft mit Leid, Einschränkung und Hilfsbedürftigkeit assoziiert – unangenehme Themen, die Menschen lieber vermeiden. Viele wissen nicht, wie sie sich „richtig“ verhalten sollen, und meiden das Thema deshalb ganz.
  2. Mediale Unsichtbarkeit
    In Medien, Werbung, Filmen und Popkultur kommen behinderte Menschen kaum oder nur in stereotypen Rollen vor. Wenn sie gezeigt werden, dann häufig als „Inspiration“ oder „tragische Figur“ – nicht als normaler Teil des gesellschaftlichen Lebens.
  3. Fehlende persönliche Berührungspunkte
    Wer keinen Kontakt zu behinderten Menschen hat, sieht das Thema oft als nicht relevant an. Inklusion bleibt abstrakt und wird nicht als notwendiger Teil einer gerechten Gesellschaft verstanden.
  4. Ableismus und Schönheitsideale
    Unsere Gesellschaft ist geprägt von Idealen wie Jugend, Gesundheit, Leistung und Attraktivität. Behinderung passt nicht in dieses Bild und wird deshalb oft verdrängt, weil sie das Ideal von Perfektion in Frage stellt.
  5. Fehlendes Wissen und Unsicherheit
    Viele Menschen wissen nicht, was Barrierefreiheit konkret bedeutet oder wie man sich inklusiv verhält. Diese Unsicherheit führt dazu, dass das Thema ganz gemieden wird.
  6. Politisches Desinteresse und geringe Lobby
    Behindertenpolitik spielt in Wahlkämpfen kaum eine Rolle. Die Interessenvertretung ist weniger sichtbar oder laut als andere gesellschaftliche Bewegungen.
  7. Komplexität und Langfristigkeit
    Barrierefreiheit und Inklusion brauchen strukturelle Veränderungen, die Zeit, Geld und Planung erfordern. Da es keinen schnellen Effekt gibt, gelten sie als „unattraktiv“ für mediale und politische Aufmerksamkeit.
  8. Ökonomischer Druck
    Unternehmen sehen Barrierefreiheit oft als zusätzlichen Kostenfaktor statt als Chance oder Selbstverständlichkeit. Dadurch bleibt das Thema wirtschaftlich unattraktiv.
  9. Fehlende Vorbilder
    Prominente Menschen mit Behinderung sind kaum sichtbar. Dadurch fehlen Identifikationsfiguren, die zeigen, dass Behinderung kein Widerspruch zu Erfolg, Kreativität oder Attraktivität ist.
  10. Sexualität und Behinderung – ein Tabuthema
    Behinderte Menschen werden oft nicht als sexuelle oder begehrenswerte Personen wahrgenommen. Das trägt dazu bei, dass das gesamte Thema als „nicht sexy“ gilt – auch im wörtlichen Sinn.

Eine attraktive Frau im Minirock und mit einer Beinprothese geht an einem unansehnlichen Strandurlauber-Pärchen vorbei. Flüstert die Dicke Frau im Bikini hinter vorgehaltener Hand zu ihrem Mann: „ Oh … mein Gott, wie unästhetisch!“ Der Mann erwidert mit verträumtem Blick: „Hä, … wie was?“ (Beschreibung eines Cartoons von Phil Hubbe)

Warum ist öffentlicher Protest von behinderten Menschen oft erfolglos?

Es gibt mehrere strukturelle, psychologische und kommunikative Faktoren:

  1. Mangelnde gesellschaftliche Betroffenheit
    Viele Menschen sehen Behinderung als „Problem der anderen“. Was einen nicht unmittelbar selbst betrifft, wird schnell ausgeblendet. Der laute Protest erreicht dann zwar die Ohren, aber nicht das Herz.
  2. Vorurteil der „ständigen Klage“
    Es gibt das stereotype Bild, dass Behindertenorganisationen „immer nur jammern“. Auch wenn das unfair ist, führt es dazu, dass berechtigte Kritik oft als „nörgelnd“ abgetan wird – besonders, wenn sie nicht mit Lösungsvorschlägen oder neuen Perspektiven einhergeht.
  3. Emotionale Überforderung
    Behindertenthemen sind für viele emotional unangenehm. Lautstarke Klagen konfrontieren Menschen direkt mit Themen wie Krankheit, Einschränkung oder Sterblichkeit – was oft reflexartig zu Abwehr, Ignoranz oder innerem Rückzug führt.
  4. Mediale Wirkungslosigkeit
    Empörung ist in den Medien längst inflationär. Wer heute gehört werden will, muss originell, visuell stark oder emotional berührend sein. Reine Protestnoten oder Pressemitteilungen gehen unter, wenn sie keine ungewöhnliche Form oder Erzählweise wählen.
  5. Abnutzungseffekt
    Wenn jahrelang dieselben Forderungen im gleichen Ton wiederholt werden, stumpft das Publikum ab. Der moralische Appell verliert an Wirkung, weil er vorhersehbar wird.
  6. Fehlender Perspektivwechsel
    Viele Aktionen richten sich primär an die Politik oder Fachöffentlichkeit – nicht an die Gesellschaft als Ganze. Dabei wäre es oft wirksamer, Empathie bei Alltagsmenschen zu erzeugen und sie als Mitstreiter zu gewinnen.
  7. Interne Zersplitterung
    Die Vielfalt innerhalb der Behindertenbewegung erschwert eine einheitliche und durchschlagskräftige Außenkommunikation. Zu viele Stimmen mit zu unterschiedlichen Ansätzen wirken zersplittert – im Gegensatz zu anderen Interessengruppen mit klareren Botschaften.
  8. fehlender Zugang zur Macht
    Protest allein verändert selten Strukturen, wenn keine gesellschaftlich mächtigen Verbündeten beteiligt sind. Menschen mit Behinderung haben oft nicht die gleichen Zugänge zu Entscheidungszentren wie andere Interessenvertreter.

Fazit

Protest ist legitim und notwendig – aber allein oft nicht ausreichend. Um wirksam zu sein, braucht es neue Kommunikationsformen: kreativ, berührend, manchmal auch humorvoll oder überraschend. Nur so lassen sich Menschen erreichen, die sonst einfach wegsehen.

Wie können Behindertenthemen auf sympathische Weise ins Gespräch gebracht und Anliegen der Selbsthilfe humorvoll und wirksam vertreten werden?

  1. Comedy-Shows und Stand-up-Abende
    Organisiere Comedy-Veranstaltungen, bei denen Menschen mit Behinderung humorvoll und selbstironisch ihren Alltag schildern. Durch das gemeinsame Lachen entsteht Offenheit und Empathie.
  2. Humorvolle Social-Media-Kampagnen
    Nutze kurze, humorvolle Videoclips, Memes oder Cartoons, die verbreitete Vorurteile spielerisch entlarven. Ironie und Satire helfen, unangenehme Themen lockerer anzugehen und Vorurteile humorvoll aufzudecken.
  3. Satirische oder selbstironische Podcasts
    Starte einen Podcast, in dem Menschen mit Behinderung humorvoll aus ihrem Leben erzählen, skurrile Situationen kommentieren oder über absurde Barriere-Erfahrungen berichten.
  4. Improvisationstheater mit Inklusionscharakter
    Veranstalte improvisierte Theatershows, bei denen das Publikum lustige Alltagssituationen vorschlagen kann. Dadurch entsteht interaktive Kommunikation und Inklusion ohne belehrenden Ton.
  5. Humorvolle Kampagnen zu Barrierefreiheit
    Gestalte Plakate, Sticker oder T-Shirts mit Sprüchen wie „Ich bin nicht behindert, nur räumlich herausgefordert!“ oder „Behindert sein ist nicht schlimm, fehlende Rampen schon!“. Diese Art von Selbstironie reduziert Berührungsängste.
  6. Lustige Awareness-Spiele und Challenges
    Organisiere kleine Events, bei denen Nicht-Betroffene humorvoll „Erfahrung“ mit Behinderungen sammeln (z.B. Rollstuhl-Parcours mit Hindernissen), begleitet von lustigen Kommentaren und guter Atmosphäre.
  7. Cartoons und Comics für Awareness
    Entwerfe kurze Comicstrips, die alltägliche Probleme behinderter Menschen auf humorvolle Weise zeigen. Dadurch gelingt es, wichtige Themen leicht verständlich und sympathisch zu vermitteln.

Warum sollte Selbsthilfe auch mal frech sein?

  1. Aufmerksamkeit erzeugen
    Freundliche Appelle gehen oft unter. Freche, pointierte Botschaften stechen heraus, bleiben im Kopf und durchbrechen die Gleichgültigkeit vieler Menschen gegenüber Behindertenthemen.
  2. Berührungsängste abbauen
    Frechheit, gepaart mit Humor, signalisiert: „Wir nehmen uns selbst nicht zu ernst – also trau dich, uns zu begegnen.“ Das nimmt anderen die Angst, „etwas falsch zu machen“.
  3. Opferrolle durchbrechen
    Wer sich frech und selbstbewusst zeigt, verlässt das passive Bild vom „armen Betroffenen“ und wird als gleichwertiger Akteur wahrgenommen – nicht als Bittsteller, sondern als Mitgestalter.
  4. Mediale Sichtbarkeit erhöhen
    Medien lieben klare, provokante, originelle Aktionen. Freche Kampagnen haben eher das Potenzial viral zu gehen oder in der Presse aufzufallen als sachliche Appelle.
  5. Empowerment nach innen
    Frech sein heißt: Haltung zeigen. Es stärkt das Selbstbewusstsein der eigenen Community und macht Mut, sich mit Stolz zu zeigen – nicht trotz Behinderung, sondern gerade mit ihr.

Fazit

Frechheit kann ein starkes Werkzeug sein – wenn sie klug eingesetzt wird. Sie sollte nie Selbstzweck oder verletzend sein, sondern zielgerichtet Aufmerksamkeit erzeugen, zum Denken anregen und Menschen verbinden statt spalten. Ideal ist eine Balance: mutig, respektvoll und mit einem Augenzwinkern.

Mehrere Rollstuhlfahrer sind in einander gefahren und gestürzt. Ein Passant kommt zur Hilfe geeilt. Ruft einer der am Boden liegenden Rollstuhlfahrer dem Passanten zu: „Nein danke, wir sind eine Selbsthilfegruppe!“ (Beschreibung eines Cartoons von Phil Hubbe)

Was spricht gegen mehr Frechheit von behinderten Aktivisten?

Je nachdem, ob es sich um Aktionen von einer Privatperson, einer Gruppe oder einer Organisation handelt, kann das unterschiedliche unerwünschte Auswirkungen haben.

  1. Gefahr von Missverständnissen
    Provokation kann falsch verstanden werden – etwa als Aggression oder als Respektlosigkeit gegenüber anderen Gruppen oder Betroffenen.
  2. Nicht jeder mag Ironie
    Humor ist subjektiv. Was für die einen befreiend ist, empfinden andere als verletzend oder unangemessen – insbesondere in einem sensiblen Bereich wie Behinderung.
  3. Verlust von Seriosität
    Fördergeber, Behörden oder konservative Partner könnten freche Aktionen als unseriös wahrnehmen und sich distanzieren.
  4. Langfristige Wirkung unsicher
    Ein frecher Auftritt sorgt für kurzfristige Aufmerksamkeit – aber wenn keine Substanz dahinter ist, verpufft die Wirkung schnell oder wird als „Marketing-Trick“ abgetan.
  5. Spaltung innerhalb der Szene
    Nicht alle in der Selbsthilfebewegung finden provokante Methoden gut. Es kann zu internen Spannungen kommen zwischen den „Frechen“ und den „Sachlichen“.

Ein Bordell mit Rollstuhlrampe, daneben steht eine Prostituierte in Krankenschwesternkleidung und wartet auf Kunden. Direkt daneben befindet sich noch ein Bordell, allerdings ohne Rampe, die Prostituierten dieses Bordells blicken argwöhnisch auf das rollstuhlgerechte Bordell. (Beschreibung eines Cartoons von Phil Hubbe)

Was ist Guerilla-Marketing?

Guerilla-Marketing ist eine unkonventionelle Marketingstrategie, die mit überraschenden, kreativen und oft kostengünstigen Maßnahmen Aufmerksamkeit erzeugen will. Der Begriff stammt ursprünglich vom Guerillakrieg, bei dem kleine Gruppen mit unorthodoxen Mitteln gegen größere Gegner kämpfen – übertragen auf das Marketing bedeutet das: maximale Wirkung mit minimalem Budget. Guerilla-Marketing lebt von Überraschung, Originalität und emotionaler Ansprache. Es nutzt meist den öffentlichen Raum oder digitale Plattformen, um Menschen auf unerwartete Weise zu erreichen.

Typische Merkmale:
* Ungewöhnliche Orte: Botschaften dort, wo man sie nicht erwartet (z. B. auf Treppenstufen, Gehwegen, in Aufzügen).
* Interaktion: Passanten werden aktiv eingebunden oder emotional angesprochen.
* Virale Effekte: Aktionen werden so gestaltet, dass sie fotografiert, gefilmt und in sozialen Netzwerken geteilt werden.
* Kleines Budget, große Wirkung: Statt teurer Kampagnen setzt man auf kreative Ideen und deren Reichweite.
* Variante Stealth-Marketing: Hier bleibt unklar, wer hinter der Aktion steckt. Das kann etwa über Fake-Videos, manipulierte Diskussionen oder „zufällige“ Erlebnisse passieren. Dieses Vorgehen ist rechtlich und ethisch heikel und braucht viel Fingerspitzengefühl.

Warum könnte sich Guerilla-Marketing für behinderte Aktivist*innen und Selbsthilfe-Organisationen lohnen?

  1. Begrenzte Ressourcen
    Viele Selbsthilfegruppen oder Einzelpersonen haben wenig Geld für klassische Werbung. Guerilla-Marketing setzt stattdessen auf kreative Ideen mit geringem Budget.
  2. Hoher Aufmerksamkeitswert
    Unkonventionelle Aktionen fallen auf, besonders wenn sie gesellschaftliche Missstände, Barrieren oder Diskriminierung sichtbar machen.
  3. Emotionaler Effekt
    Solche Aktionen sprechen direkt die Gefühle an, wecken Empathie und regen zum Nachdenken an. Das kann helfen, Vorurteile abzubauen und neue Perspektiven zu schaffen.
  4. Verbreitung über soziale Medien
    Wenn Aktionen überraschen oder berühren, werden sie in sozialen Netzwerken geteilt – ohne zusätzliche Kosten.
  5. Direkter Bezug zum Problemort
    Barrieren und Missstände lassen sich direkt vor Ort sichtbar machen, zum Beispiel mit kreativen Eingriffen an öffentlichen Orten.

Fazit

Guerilla-Marketing ist besonders geeignet für Menschen und Organisationen, die mit wenig Geld viel bewirken wollen. Es bietet eine kreative Möglichkeit, auf soziale Themen aufmerksam zu machen, Diskriminierung sichtbar zu machen und Öffentlichkeit zu schaffen. Gerade im Bereich Behinderung ist es ein wirksames Mittel, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, die sonst oft fehlt.

** geschrieben von Per Busch, mit freundlicher Unterstützung von Chat GPT 4o, veröffentlicht am 14. Mai 2025 **