Förderprogramme der öffentlichen Hand

Die vielen Fördermöglichkeiten auf dieser Seite zeigen, dass es ein gewisses politisches Interesse an den Themen gibt, mit denen sich das Fernassistenzprojekt beschäftigt. Die nachstehenden Zuschußmöglichkeiten durch Bund, EU und das Land Hessen wurden in verschiedene Bereiche sortiert:

Mobilität; Digitales; Informations- und Kommunikationstechnologie; Arbeit; Gesundheit, Versorgung und Lebensqualität; zivile Sicherheit; Senioren, Eltern+Kinder, Behinderte; Beratung von Projekten und Unternehmen. So vielfältig die Einsatzmöglichkeiten von Fernassistenz sind, so vielfältig sind auch die Fördermöglichkeiten.

MOBILITÄT

Das deutsche Personenbeförderungsgesetz schreibt seit 2022 eigentlich eine „vollständige Barrierefreiheit für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs“ vor. Dieses Ziel wurde bislang nicht erreicht. Ab 2025 tritt auch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz in Kraft, das viele Anbieter von Produkten und Dienstleistungen zur Barrierefreiheit verpflichtet. Viele Mobilitätsanbieter werden es aber auch 2025 nicht schaffen, ihre Angebote für alle barrierefrei zugänglich zu machen.

Eines der Ziele des Fernassistenzprojekts ist, genau diese Art von Problemen zu lösen. Fernassistenz hilft Menschen mit verschiedenen Einschränkungen bei der Navigation in unbekannter oder schwieriger Umgebung. Sie ermöglicht auch die barrierefreie Nutzung von digitalen Dienstleistungen (z.B. Apps, Websites, Buchungssysteme), von technischen Einrichtungen (z.B. Displays mit Reiseinfos) und Selbstbedienungsterminals (z.B. Fahrkartenautomaten, Touchscreens). Viele Personen benötigen beim Umgang mit solchen Dingen Unterstützung oder Erklärungen in leicht verständlicher Sprache.

Mit menschlicher Fernassistenz können visuelle Informationen und andere, für die Mobilität notwendige Daten, die nicht barrierefrei nutzbar sind, bei Bedarf in Echtzeit zielgerichtet zugänglich gemacht werden.

Modernitätsfonds (mFUND)

Mit dem mFUND-Jahresthema 2023 „Mobilität für alle – Open Data für einen inklusiven Verkehrssektor“ stehen in diesem Jahr für den mFUND die Überwindung baulicher, digitaler und sozialer Barrieren im Verkehr durch digitale Anwendungen sowie offene Daten und Schnittstellen auch bei der Projektauswahl im Zentrum. Aus diesem Grund werden Vorhaben und Ideen im 11. Förderaufruf prioritär berücksichtigt, die nachvollziehbar einen Beitrag zum Jahresthema leisten.

Wenn Sie zur Nutzung und Vernetzung digitaler Daten forschen:
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) unterstützt Sie bei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die anwendungsbezogen sind und auf eine breite Nutzung und intelligente Vernetzung von Daten in innovativen und fortschrittlichen Anwendungen aus dem Ressortbereich des BMDV abzielen.
Sie erhalten den Zuschuss aus dem Modernitätsfonds (mFUND) für Einzel- und Verbundprojekte der industriellen Forschung, der experimentellen Entwicklung und für Durchführbarkeitsstudien. Dafür gibt es 2 Förderlinien:
Förderlinie 1: kleine Forschungsprojekte, Vorstudien sowie Ausarbeitung von Projektvorschlägen (maximal EUR 200.000 für bis zu 24 Monate),
Förderlinie 2: angewandte Forschung und experimentelle Entwicklung (maximal EUR 3 Millionen für bis zu 3 Jahre).
Die thematischen Schwerpunkte der Förderung sind
Datenzugang: Erschließung und Nutzbarmachung von bestehenden und zukünftigen Daten,
datenbasierte Anwendungen: Entwicklung neuer Lösungsansätze und Weiterentwicklung bestehender Anwendungen auf Basis von Daten aus dem Kontext des BMDV,
Daten-Governance: Erforschung der Voraussetzungen und Implikationen von Datenzugang und datenbasierten Anwendungen.

Nachhaltige Mobilität in regionalen Transformationsräumen – in Metropolregionen, Regiopolregionen und interkommunalen Verbünden

Wenn Sie im Bereich der sozialen und technologischen Innovationen für eine nachhaltige Mobilität forschen und entwickeln:
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich der nachhaltigen Mobilität mit einem starken regionalen Anwendungsbezug. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Dachmarke „Transformationsinitiative Stadt-Land-Zukunft“.
Das BMBF fördert Verbundprojekte, die zu einer partizipativen Gestaltung der Mobilitätswende für mehr Klimaschutz beitragen sowie zu einer Umsetzung entwickelter Lösungen ohne Mobilitätsverluste.
Für jedes Projekt ist die Bearbeitung der folgenden Punkte zentral und bindend:
Entwicklung eines Leitbildes zur Nachhaltigkeit und Klimaneutralität, Governance-Strategien in regionalen Transformationsräumen für mehr Nachhaltigkeit, Erprobung von Reallaboren mit größerem Raumbezug, Wirkungsevaluation, Wissenschaftskommunikation.
Ihr Vorhaben adressiert mindestens eines der genannten Themenschwerpunkte und ermöglicht themenübergreifende Ansätze:
Mobilitätswende in regionalen Transformationsräumen durch Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle: Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Softwarelösungen für ein attraktives, bezahlbares und übergreifendes Mobilitätsangebot sowie Untersuchungen zum Potenzial multimodaler Mobilitätsplattformen,
Entwicklung ganzheitlicher Mobilitätskonzepte für verschiedene Lebensbereiche: Konzepte für eine nachhaltigere Mobilitätskultur mit einem Fokus auf Nahraumorientierung und Funktionsmischung,

Hessen: Förderung der Nahmobilität

Wenn Sie Projekte für die Mobilität zu Fuß, mit dem Fahrrad und weiteren nicht motorisierten Verkehrsmitteln planen:
Das Land Hessen unterstützt Sie bei Vorhaben zur Verbesserung der nicht motorisierten Mobilität (Nahmobilität), auch in Verbindung mit dem Bus- und Bahnverkehr.
Sie erhalten die Förderung für
investive Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität und Verkehrssicherheit des Fußverkehrs, Konzepte, Öffentlichkeitsarbeit.

DIGITALES

Entwicklung digitaler Technologien, Bundesministerium für Wirtschaft

Wenn Sie im Verbund mit anderen Partnern Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte im Bereich digitaler Technologien durchführen wollen:
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt Sie bei Ihrem vorwettbewerblichen Verbundprojekt. Insbesondere Vorhaben mit Leuchtturmcharakter, die technologische Machbarkeit, wirtschaftliche Umsetzbarkeit und den Nutzen neuer, innovativer digitaler Technologien und Anwendungen demonstrieren, werden gefördert.
Die Förderung adressiert die Schwerpunktbereiche „Technologien“, „Anwendungen“ und „Ökosysteme“. Diese setzen aufeinander auf und bilden in ihrer Kombination den Rahmen für die angestrebten Projekte:
Technologien: Neueste Kommunikationstechnologien, Daten-Technologien, Geoinformationssysteme (GIS) und Umweltdatentechnologien.
Anwendungen: Intelligente Lebens- und Arbeitsumgebungen, intelligente Systeme zur Krisenprävention und -bewältigung.
Ökosysteme: Entwicklung volkswirtschaftlich relevanter „Ökosysteme“, um den Transfer neuer Technologien und Anwendungen in die breite wirtschaftliche Nutzung, insbesondere den Mittelstand, zu beschleunigen.
Zudem werden spezifische, begleitende Forschungsaktivitäten gefördert.

Hessen: Förderung digitaler Technologien und Innovationen – Distr@l: Digitalisierung stärken – Transfer leben

Wenn Sie innovative Vorhaben im Bereich Digitalisierung umsetzen wollen:
Das Land Hessen unterstützt Sie bei innovativen Digitalisierungsvorhaben und auch bei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit digitalem Bezug.
Sie erhalten die Förderung in folgenden Förderlinien:
Machbarkeitsstudien (Förderlinie 1)
Digitale Produktinnovationen (Förderlinie 2A)
Digitale Prozessinnovationen (Förderlinie 2B)
Digitale Pioniere ( Förderlinie 2C)
Wissens- und Transferprojekte zur Digitalisierung (Förderlinie 3)
Validierungsforschung im digitalen Kontext (Förderlinie 4A)

Digitales Europa (2021–2027)

Das Programm soll Unternehmen, Bürgern und öffentlichen Verwaltungen digitale Technologien zugänglich machen sowie die Einführung wichtiger digitaler Technologien fördern.
Das Programm zielt darauf ab,
digitale Schlüsseltechnologien durch großflächige Einführung zu stärken und zu fördern und
im Privatsektor und in Bereichen von öffentlichem Interesse die Verbreitung und Akzeptanz digitaler Schlüsseltechnologien zu beschleunigen, indem sie den digitalen Wandel und den Zugang zu digitalen Technologien fördert.
Diese Ziele werden u.a. in diesen Teilbereichen verfolgt:
fortgeschrittene digitale Kompetenzen,
breiter Einsatz digitaler Technologien in Wirtschaft und Gesellschaft.
Cybersicherheit und Vertrauen,
Das Programm ergänzt einige andere Programme zur Förderung des digitalen Wandels und ermöglicht Synergien, darunter insbesondere Horizont Europa, in dessen Mittelpunkt Forschung und technologische Entwicklung stehen, und die digitalen Aspekte der Fazilität „Connecting Europe“.
Eine Förderung erhalten Sie hauptsächlich in Form von Auftragsvergaben oder als Finanzhilfen und Preisgelder. Projekte sind dabei bis zu 100% förderfähig. Eine Kombination und Kumulierung mit Mitteln aus anderen Programmen ist möglich.

KMU-innovativ: Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)

Wenn Sie risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien planen:
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Sie als kleines oder mittleres Unternehmen bei Einzel- und Verbundvorhaben in dem Bereichn
Kommunikationssysteme und IT-Sicherheit (KIS).
Software-intensive Systeme (SWS).
Ihr Vorhaben ist auf die Anwendungsfelder/Branchen Mobilität, Gesundheit und Medizintechnik, Logistik und Dienstleistungen, oder Daten-, Informations- und Kommunikationstechnologie-Wirtschaft ausgerichtet.

ARBEIT

  1. Arbeitsassistenz aus der Ferne kann in vielen Situationen effizienter und kostengünstiger sein als die Beschäftigung von Arbeitsassistenzkräften vor Ort.
  2. Die Arbeit als Fernassistenzkraft ist auch für Menschen mit Behinderungen oder anderen Einschränkungen barrierefrei von Zuhause aus möglich.

ESF-Bundesprogramm – Rückenwind3 für Vielfalt, Wandel und Zukunftsfähigkeit in der Sozialwirtschaft

Wenn Sie die Arbeitsbedingungen und Strukturen in der Sozialwirtschaft verbessern möchten:
Das BMAS unterstützt Sie bei Ihrem Vorhaben zur Entwicklung, Erprobung und Umsetzung von Konzepten und bei Ihren Maßnahmen zur Ausgestaltung einer modernen und attraktiven Arbeitswelt in der Sozialwirtschaft.
Förderfähig sind Einzel- und Verbundvorhaben. Gefördert werden Projekte, die Strukturen und Kulturen in Organisationen und Unternehmen der gemeinnützigen Sozialarbeit weiterentwickeln und mit flexiblen und zielgruppenspezifischen Angeboten zur Kompetenzanpassung für die Beschäftigten verbinden.
Folgende Handlungsfelder können adressiert werden:
Entwicklung und Erprobung moderner Arbeitsmodelle und -organisation im Kontext einer sich wandelnden Arbeitswelt in sozialen Berufs- und Arbeitsfeldern,
Verbesserung der Chancengleichheit durch analoge und digitale Qualifizierung und Schaffung einer inklusiven Arbeitsumgebung, beispielsweise die Erhöhung des Anteils von Menschen mit Beeinträchtigungen,
Maßnahmen zur Unterstützung von Beschäftigten und Unternehmen beim Umgang mit neuen Arbeitsplatztechnologien, insbesondere im Hinblick auf die Anpassung von Kompetenzen und Tätigkeitsprofilen,
Anwendung analoger und digitaler Strategien zur Personalgewinnung und Personalförderung, beispielsweise mit Hilfe online-gestützter Angebote und digitaler Kommunikationsformate. Dies insbesondere mit Blick auf bisher zu wenig berücksichtigte Zielgruppen,
Begleitung und Qualifizierung von Beschäftigten und Weiterentwicklung der Führungs- und Unternehmenskultur im Hinblick auf Wandlungs- und Zukunftsfähigkeit in gemeinnützigen Einrichtungen, Diensten und Unternehmen der Sozialwirtschaft.

Unternehmen und Verwaltungen der Zukunft: INQA-Experimentierräume

Wenn Sie sich mit innovativen Projekten an der Ausgestaltung der Arbeitswelt von morgen beteiligen möchten:
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) unterstützt Unternehmen und Verwaltungen, die innovative Arbeitsansätze entwickeln und erproben.
Gefördert werden partizipativ gestaltete Projekte, die innovative Antworten auf den technologischen, wirtschaftlichen und kulturellen Wandel der Arbeitswelt hervorbringen. Im Kontext der Initiative „Neue Qualität der Arbeit“ bearbeiten Sie Fragestellungen zu den 4 INQA-Themenfeldern
Führung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit sowie Wissen und Kompetenz.

Projektförderung aus dem Ausgleichsfonds (AGF) auf Grundlage der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung

Die gsub mbH unterstützt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bei der Umsetzung von Projekten, die aus dem Ausgleichsfonds (AGF) gefördert werden. Die gsub mbH bewilligt in Abstimmung mit dem BMAS Projektanträge und begleitet diese administrativ während der Umsetzungsphase.
Der „Ausgleichsfonds für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben“ ist eine zweckgebundene Vermögensmasse aus Mitteln der Ausgleichsabgabe und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) verwaltet. Zu den Anträgen auf finanzielle Förderung aus dem Ausgleichsfonds nimmt der beim BMAS gebildete Beirat für die Teilhabe behinderter Menschen Stellung und macht dazu Vorschläge.
Es können Projekte gefördert werden, die folgende Voraussetzungen erfüllen:
Bei dem geplanten Projekt handelt es sich um ein überregionales Modellvorhaben zur
Weiterentwicklung der Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben, insbesondere durch betriebliches Eingliederungsmanagement, oder
bei dem geplanten Projekt handelt es sich um ein Modelvorhaben zur Entwicklung technischer Arbeitshilfen zur Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben oder um
eine Aufklärungs-, Fortbildungs- und Forschungsmaßnahme auf dem Gebiet der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben, sofern diesen Maßnahmen überregionale Bedeutung zukommt.
Bei den geplanten Vorhaben muss es sich um Modellprojekte mit überregionaler Bedeutung handeln, deren Ergebnisse bundesweit übertragbar sind. Aus den Anträgen muss entnehmbar sein, wie das Vorhaben auf die Verwirklichung von Inklusion hinwirkt. Dabei werden einzelne, zeitlich und inhaltlich abgrenzbare Vorhaben gefördert (Projektförderung). Antragsberechtigt sind natürliche oder juristische Personen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland, z.B. Verbände und Vereine.
In die Projekte können auch solche Einrichtungen eingebunden werden, die nicht als unmittelbare Antragstellerin gegenüber dem BMAS in Erscheinung treten (Projektpartner bei Verbundprojekten bzw. Auftragnehmerin).
Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung (z.B. Bundes- oder Landesbehörden und -institute, Kommunen, Arbeitsagenturen, Ämter etc.) sind grundsätzlich antrags- und zuwendungsberechtigt. Diese Einrichtungen können als
Koordinatorinnen von Verbundprojekten,
Antragsteller
innen von Projekten mit Auftragnehmerinnen, die umsatzsteuerpflichtige Dienstleistungen zum Erreichen des Projektziels erbringen, oder
(assoziierte) Partner
innen
eingebunden sein. Sie können jedoch für ihre eigenen Personal- und Sachausgaben im Projekt keine Mittel aus dem Ausgleichsfonds beantragen
Gefördert werden solche Ausgaben, die für eine erfolgreiche Projektumsetzung notwendig sind. Das sind regelmäßig Personal- und Sachausgaben, sowie Ausgaben für Aufträge an Dritte und für Honorare. Bei einer Förderung wird vorausgesetzt, dass die Antragssteller*innen einen Eigen- bzw. Drittfinanzierungsanteil aufbringen. Eine Vollfinanzierung ist grundsätzlich nicht möglich.

Eingliederungszuschüsse, Bundesagentur für Arbeit

Für die Einstellung von förderungsbedürftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern können Sie als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss erhalten.
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) unterstützt Sie bei der Einstellung von behinderten und schwerbehinderten Menschen sowie von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die das 50. Lebensjahr vollendet haben und arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Damit sollen bestimmte Defizite (beispielsweise lange Einarbeitungszeiten) bei neu eingestellten Arbeitskräften ausgeglichen werden.
Sie erhalten die Förderung als Lohnkostenzuschuss.

Gesundheit, Versorgung und Lebensqualität

START-interaktiv: Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität

Wenn Sie zu interaktiven Technologien für Gesundheit und Lebensqualität forschen:
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt interaktive Technologien in den beiden Forschungsfeldern „Digital unterstützte Gesundheit und Pflege“ und „Lebenswerte Räume: smart, nachhaltig und innovativ“. Das Ideen-/Innovationspotenzial von Start-ups in diesen Bereichen der Spitzenforschung soll für Wirtschaft und Gesellschaft besser nutzbar gemacht werden.
Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in 2 Modulen:
Einzelvorhaben von Forschungsteams an Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit innovativen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die den Reifegrad der aktuellen Ergebnisse erhöhen (Modul 1) sowie
risikoreiche Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben zur Stärkung der Innovationsfähigkeit von jungen Start-ups in Deutschland (Modul 2). Die technologieübergreifenden und anwendungsbezogenen Vorhaben sind als „Tandem“-Vorhaben mit der „Mutter“-Hochschule/-Forschungseinrichtung und als Einzelvorhaben eines Start-ups förderfähig.

KMU-innovativ: Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität

Wenn Sie im Bereich interaktiver Technologien für Gesundheit und Lebensqualität forschen:
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Ihr Vorhaben, das sich thematisch im Rahmen des Forschungsprogramms „Miteinander durch Innovation: Forschungsprogramm Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität“ bewegt.
Gefördert werden Projekte in den beiden Themenfeldern
Digital unterstützte Gesundheit und Pflege,
Lebenswerte Räume: smart, nachhaltig und innovativ.
Sie können die Förderung als KMU für Ihr Einzelvorhaben erhalten oder im Rahmen von Verbundprojekten mit Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Gebietskörperschaften.

Innovationsfonds – Förderung neuer Versorgungsformen und Versorgungsforschung

Wenn Sie einen Beitrag zur qualitativen Weiterentwicklung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland leisten möchten:
Mit den Mitteln aus dem Innovationsfonds unterstützt der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Projekte zu neuen Versorgungsformen und Versorgungsforschungsprojekte in der gesetzlichen Krankenversicherung.
In den folgenden Bereichen werden Vorhaben gefördert:
Versorgungsmodelle für spezielle Patientengruppen,
Versorgungsmodelle unter Nutzung von Telemedizin, Telematik und E-Health,
Versorgungsforschung (themenspezifische sowie themenoffene Versorgungsforschung),
Versorgungsmodelle in strukturschwachen oder ländlichen Gebieten.

SICHERHEIT

Fernassistenz verbessert die Sicherheit vulnerabler Personen beim alleine unterwegs sein, da sie jederzeit Hilfe bekommen könnten.
Fernassistenz als Möglichkeit in der Tasche zu haben, hilft gegen die Angst beim Gehen unvertrauter Wege und auch, wenn man nachts oder an einsamen Orten unterwegs ist oder sich in riskante Situationen begibt.

KMU-innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit

Wenn Sie als kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) an einem innovativen Projekt im Bereich der Sicherheit forschen und entwickeln:
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben von KMU. Im Fokus der Förderung stehen technologieübergreifende und anwendungsbezogene Verbundprojekte im Bereich der zivilen Sicherheitsforschung.
Sie erhalten den Zuschuss für Verbundprojekte mit mindestens 2 Projektpartnern zum Beispiel zu folgenden Themen:
Schutz und Rettung von Menschen, nicht polizeiliche Gefahrenabwehr, Schutz vor Kriminalität,
technologische Entwicklungen für zukünftige Sicherheitslösungen,
Sicherheitslösungen für sich wandelnde Gesellschaften, wie etwa innovative Sicherheitsdienstleistungen und Organisationskonzepte,

Forschung für die zivile Sicherheit – Innovationen im Einsatz – Praxisleuchttürme der zivilen Sicherheit

Wenn Sie mit einem Verbundprojekt innovative Ergebnisse aus der „Forschung für zivile Sicherheit“ als einsatztaugliche Lösungen in die Praxis übertragen:
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Projekte, die an innovative und praxisrelevante Forschungsergebnisse aus dem Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“ anknüpfen und als einsatztaugliche Lösung an die Anforderungen der Anwender anpassen.
Sie bekommen die Förderung für Verbundprojekte zum Technologie- und Wissenstransfer.

Sicherheitsforschungsprogramm – Anwender – Innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit II

Wenn Sie im Bereich der zivilen Sicherheit als Anwenderin oder Anwender gemeinsam mit Partnern in einem Verbundprojekt forschen:
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Sie bei innovativen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich der zivilen Sicherheit, die Sie als Anwenderin oder Anwender selbst initiieren und koordinieren und die technologieübergreifend und anwendungsbezogen sind.
Sie erhalten die Förderung für Verbundprojekte zu
übergreifenden Themen, wie etwa innovative Sicherheitsdienstleistungen, sowie zu Themen wie Schutz von Menschen, nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr, Kriminalitätsprävention.

Senioren, Behinderte, Eltern+Kinder

Bundesaltenplan

Wenn Sie als Projektträger ältere Menschen in ihrem selbstständigen und gleichberechtigten Leben in der Gesellschaft unterstützen:
Das Bundesfamilienministerium fördert Projekte von Verbänden und Organisationen, die ältere Menschen in ihrem selbstständigen und gleichberechtigten Leben in der Gesellschaft unterstützen.
Gefördert werden insbesondere folgende Bereiche:
Modellprojekte zur Entwicklung, Erprobung, Überprüfung und Weiterentwicklung von Konzepten,
die Kofinanzierung von EU-Projekten,

Bundesprogramm Akti(F) Plus – Aktiv für Familien und ihre Kinder

Wenn Sie die individuelle Lebenssituation von Familien und ihren Kindern, die von sozialer Ausgrenzung und Armut bedroht sind, verbessern möchten:
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) unterstützt Kooperations- oder Projektverbünde, die mit ihren Maßnahmen die soziale und ökonomische Teilhabe von Familien mit erhöhten individuellen Unterstützungsbedarfen verbessern.
Das BMAS unterstützt Maßnahmen für folgende Zielgruppen:
Eltern und ihre Kinder, die von sozialer Ausgrenzung und Armut bedroht sind,
Sie erhalten die Förderung für
Maßnahmen und Aktivitäten zur sozialen und ökonomischen Teilhabe der genannten Zielgruppen, mit folgenden möglichen Handlungsansätzen:
Unterstützung von Eltern mit Behinderungen,
Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Sozialleistungen sowie von lokalen Bildungs- und Hilfsangeboten,
Erhalt der Beschäftigung und/oder Ausweitung einer Beschäftigung zu einer bedarfsdeckenden Beschäftigung,

Partizipation von Menschen mit Behinderungen und ihrer Verbände an der Gestaltung öffentlicher Angelegenheiten

Wenn Sie Maßnahmen planen, um Organisationen von Menschen mit Behinderungen mehr Teilhabe an der Gestaltung öffentlicher Angelegenheiten auf Bundesebene zu ermöglichen:
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert Vorhaben, die die Fähigkeiten und Möglichkeiten der Organisationen von Menschen mit Behinderungen zur Teilhabe an der Gestaltung öffentlicher Angelegenheiten auf Bundesebene verbessern.
Sie erhalten die Förderung für
Maßnahmen, die den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Organisationen Kompetenzen und praktische Erfahrungen vermitteln, die für die Interessensvertretung auf Bundesebene erforderlich sind,
Jugendarbeit und Maßnahmen zur Entwicklung der Potenziale von Nachwuchskräften, die zukünftig Leitungsfunktionen in Organisationen übernehmen sollen,
Maßnahmen, die der Weiterentwicklung und Strukturverbesserung der Organisationen dienen, einschließlich der Verbesserung der technischen Infrastruktur,
der Ausgleich eines behinderungsspezifischen Mehrbedarfs,
Assistenzkräfte für Mitglieder von antragsberechtigten Organisationen, die für ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Organisation wegen ihrer Behinderung eine Assistenz benötigen, sowie
sonstige Maßnahmen, die die Fähigkeiten und Möglichkeiten der Organisation zur Teilhabe an der Gestaltung öffentlicher Angelegenheiten auf Bundesebene verbessern.

CERV und ESF+

CERV: Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte (2021–2027)

Wenn Sie sich für Themen in den Bereichen Gleichstellung, Nicht-Diskriminierung, Gewaltprävention, Städtepartnerschaften und -netzwerke einsetzen:
Das CERV-Programm ist in mehrere sogenannte Aktionsbereiche gegliedert:
Im Aktionsbereich „Gleichstellung und Rechte“ werden folgende Ziele unterstützt:
die Förderung der Gleichstellung und die Bekämpfung von Ungleichheit und Diskriminierung aus Gründen u.a. einer Behinderung oder des Alters,
die Entwicklung umfassender Strategien zur Umsetzung der Gleichstellung.
Im Aktionsbereich „Bürgerbeteiligung und Teilhabe“ werden folgende Vorhaben unterstützt:
die Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern und der repräsentativen Verbände am demokratischen und bürgerschaftlichen Leben der Union,
der Austausch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern verschiedener Länder, insbesondere durch Städtepartnerschaften und Stadtnetzwerke.
Im Aktionsbereich „Daphne“ werden folgende Vorhaben unterstützt:
Verhütung und Bekämpfung jeglicher Form von Gewalt gegen gefährdete Gruppen wie u.a. Menschen mit Behinderungen.

Europäischer Sozialfonds (ESF+) (2021–2027)

Der Europäische Sozialfonds Plus (ESF+) ist das zentrale Instrument der Europäischen Union für Investitionen in Aus- und Weiterbildung, die Beschäftigung sowie die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Die Verordnung bildet den Rahmen für zahlreiche spezifische Förderungen, die in Deutschland durch den Bund und die Länder angeboten werden.
In Deutschland gibt es den ESF+ des Bundes und den ESF+ der Bundesländer, die jeweils eigene Operationelle Programme und daraus folgend eigene ESF+-Förderprogramme auflegen und öffentlich ausschreiben.
Sie finden laufende ESF-Projekte auf dem deutschen Förderportal unter „Was bringt mir der ESF?“. Neben den Förderaufrufen des Bundes veröffentlicht die Europäische Union themenbezogene Förderaufrufe.
Gefördert werden insbesondere
die Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung, allgemeine und berufliche Bildung,
aktive Inklusion,
die soziale Integration von Benachteiligten und die am stärksten benachteiligten Personen.

Beratung von Projekten/Unternehmen

REACT with impact – Förderung des Sozialunternehmertums

Wenn Sie als gemeinwohlorientiertes Unternehmen oder Startup in Fragen der Unternehmensführung Beratung und Unterstützung benötigen:
Das BMWK fördert externe Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen für gemeinwohlorientierte kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) (Modul A) und Startups (Modul B) zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, digitalen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.
Sie erhalten die Förderung für folgende Maßnahmen:
Prozessbegleitung zur Überprüfung und Optimierung von Geschäftsmodellen und von Arbeits- und Geschäftsabläufen sowie zur Verbesserung unternehmerischer Kompetenzen,
Qualifizierungsmaßnahmen, die im Zusammenhang mit den Zielen des Veränderungsprozesses des Unternehmens stehen,
Coaching-Maßnahmen (nur für Startups), durch die beispielsweise die Fähigkeit zur Einwerbung externer Finanzmittel erhöht werden.

Beratungsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen zur Gestaltung der Personalpolitik und zur Förderung von Innovationsfähigkeit (INQA-Coaching)

Wenn Sie sich als Unternehmen zu einer mitarbeiterorientierten und zukunftsgerechten Personalpolitik oder zur Innovationsfähigkeit professionell beraten lassen möchten:
Das BMAS unterstützt Sie als kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) bei der Gestaltung einer mitarbeiterorientierten und zukunftsgerechten Personalpolitik und bei der Einbindung Ihrer Mitarbeitenden in die Innovationsentwicklungen Ihres Unternehmens. Das BMAS fördert einen bundesweit flächendeckenden Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsleistungen.
Das Programm „INQA-Coaching“ umfasst die Programmzweige:
INQA-Beratungsstellen (IBS):
INQA-Beratung und administrative Begleitung der KMU,
Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit der Beratung,
Programmunterstützung,
Bewerbung des Programms in der Region.
Coachings für KMU: beteiligungsorientierte, agile Beratungsprozesse, die den Menschen als Ausgangspunkt für nachhaltige betriebliche Veränderungsprozesse in den Mittelpunkt stellen. Hierfür ist ein 3-stufiger Beratungsprozess vorgesehen.
In einer IBS findet Ihre Erstberatung statt. Es wird zunächst Ihre Förderfähigkeit geklärt und je nach Bedarf ein Beratungsscheck für die Prozessberatung ausgestellt oder auf ein anderes regionales Angebot verwiesen. Der Beratungsscheck ermöglicht ein Coaching. Das Coaching ist eine weiterführende Prozessberatung im Umfang von maximal 12 Beratungstagen.
Übergeordnetes Zentrum (ÜZ) INQA-Coaching: Das ÜZ unterstützt als INQA-Coaching-Programmkoordinierungszentrum die Vernetzung einzelner Akteure im Programm. Zudem vernetzt das ÜZ Akteure untereinander und mit anderen Programmen und stellt die Qualität der Beratung sicher.

Förderung von Unternehmensberatungen für KMU

Wenn Sie als Unternehmen Ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern und Arbeitsplätze sichern möchten, kann der Bund Sie mit einem Zuschuss für eine externe Beratung unterstützen.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt Sie als ein kleines und mittleres Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft oder als Freiberuflerin oder Freiberufler, wenn Sie eine externe Beratung in Anspruch nehmen wollen.
Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.
Allgemeine und spezielle Beratungsthemen können sein:
Gestaltung der Arbeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung,
alternsgerechte Gestaltung der Arbeit,
Fachkräftesicherung und – bindung, Kosteneinsparungen, Anpassungen des Geschäftsmodells, Umgang mit Umsatzrückgängen und Liquiditätsproblemen, Veränderungen des Produktportfolios, Investitionsplanung, Optimierung von Prozessabläufen beziehungsweise der Organisation, Qualitätsmanagement, Begleitung bei der Einführung neuer Systeme, beispielsweise IT-Systeme.

** zusammengestellt von Per Busch **